Vita

Ich bin am 5. Februar 1965 im Iran am Kaspischen Meer als dritte Tochter einer deutschen Mutter und eines persischen Vaters geboren. Aufgewachsen bin ich in der Hauptstadt Teheran, die ich 1981 mit 16 Jahren, schweren Herzens verlassen musste. Die islamische Revolution hatte ihre Spuren hinterlassen. Ich zog mit einem Teil meiner Familie nach Düsseldorf und machte dort  Abitur.

So richtig wusste ich nun nicht, wohin das Leben mich führen sollte. Auf der einen Seite fühlte ich mich schon immer dem kreativen Weg hingezogen, auf der anderen Seite wurde mir von zu Hause immer geraten einen Beruf zu erlernen, mit dem ich in Krisenzeiten überleben kann. Diese Einstellung war natürlich durch unsere Vergangenheit geprägt.

So fing ich erst mal mit einem Biologiestudium in Köln an, wechselte aber nach 1 1/2 Jahren nach Münster um BWL zu studieren. Nachdem Abschluss arbeitete ich mehrere Jahre im Marketing und habe wieder entdeckt, dass eigentlich nur die kreative Seite dieses Berufes mir Spaß macht.

Seit 1994 bin ich verheiratet und habe zwei Kinder. Nach einigen Jahren der Kindererziehung, habe ich angefangen, dem stets in mir brodelndem Wunsch, einen kreativen Weg zu gehen, Raum zu geben. Ich besuchte Kunstkurse, ging zu Künstlern ins Atelier und bildete mich autodidaktisch weiter.

Meine Bilder leben von der Kombination aus Farbe und Material. Es geht sehr stark um die Eigenwirkung von Material und Farbe, womit die Bedeutung der Abstraktion deutlich wird. Ich verwende viele unterschiedliche Papiere wie z.B. seidendurchzogenes Japanpapier, Tibetpapiere oder hauchdünne handgeschöpfte Papiere. Es kommen aber auch Stoffe, Blattgold, Papyrus oder Holz zum Einsatz. Grundsätzlich jedoch, gibt es keine Grenzen für das eingesetzte Material.

Es ist eine ganz eigene Technik, die ich verwende. Ich arbeite in sehr vielen Schritten, bis ein Bild fertig ist. Abwechselnd werden Material und Farbe auf die Leinwand gebracht, um in weiteren Schritten gespachtelt, grundiert oder mit Ölmalkreide vervollständigt zu werden. Dieser Prozess kann Wochen dauern. Es ist ein intensiver Schaffensprozess, der durch ständig wechselnde Arbeitsweisen gekennzeichnet ist.

Auch meine Herkunft ist in einigen Bildern wiederzuerkennen. Zum einen zeigen die warmen Farben die Liebe zur Sonne und dem Wüstenklima, zum anderen ist das oft verwendete Gold auch in der orientalischen Kunst sehr verbreitet.

Ausstellungen:
2006 Kunstwerkstatt Bad Homburg
2007 Schmuck und Kunst Kelkheim
2007 Galerie Lisa Morid Art Bad Homburg
2008 Schmuck und Kunst Kelkheim
2008 Alter Bahnhof Kelkheim
2008 Kunstwerkstatt Bad Homburg
2009 Kunsthaus Starnberg
2009/2010 Kunst im ICP, München
2010 Haus der kleinen Künste, München